Dienstag, Dezember 11

163. Kapitel

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Am nächsten Tag wurde ich sanft durch einen Kuss auf die Stirn geweckt. "Morgen, Süße. Komm, Mama hat uns zum Mittagessen gerufen." Sofort war ich hellwach und schnappte mir Klamotten zum Anziehen, egal was. Ich zog schnell alles an, machte meine Haare zu einem Dutt hoch und rannte die Treppe runter. Daniele wartete schon unten am Tisch. Als er mich sah, musste er sich ein Lachen verkneifen. Ich schaute ihn komisch an und setzte mich einfach an den Tisch. "Morgen, alle miteinander." "Morgen, Nadja. Na, gut geschlafen ?" "Ja, wie ein Baby." Sie lächelte, aber Daniele fing plötzlich ganz laut an zu lachen. "Was ist denn los mit dir ? Hab ich 3 Augen, abgesehen von meiner Brille ?" Er schüttelte nur den Kopf und beruhigte sich langsam. Ich sah ihn gespannt und ernst an. "Sind die Sachen nicht etwas locker an deinem Körper, Schatz ?" Ich schaute ihn fragend an und dann auf meinen Körper. "Scheiße .." In dem Stress, in dem ich mich umzog, hatte ich nicht bemerkt, dass ich etwas aus Danieles Tasche rausnahm. Sofort lief ich rot an und rannte die Treppe wieder hoch in sein Zimmer. Ich zog schnell alles aus und stand nur in Unterwäsche in seinem Zimmer, als es plötzlich klopfte. "Moment, bin gleich .. Hey, ich sagte, ich bin gleich fertig !" Daniele öffnete die Tür und kam herein. "Bist du jetzt beleidigt ?" Ich kramte in meiner Tasche und suchte was gescheites zum Anziehen. "Nadja ? Bist du sauer ?" Ich schüttelte den Kopf und versuchte an ihm vorbeizugehen, um in die Küche zu gehen, aber er stellte sich vor mich und zwang mich in seine wunderschönen Augen zu schauen. "Was ist denn, Süße ?" Ich drückte ihn einfach weg und lief die Treppen runter. Ich war nicht unbedingt sauer, aber es war auch nicht ok, was er da getan hatte. Und genau das wollte ich ihm jetzt zeigen.

Danieles Sicht:
Ich war wirklich verwirrt. Ich hatte doch eigentlich nichts geschlimmes getan .. Ok, vielleicht war das nicht ganz in Ordnung, aber deswegen gleich wegzurennen und mich ignorieren .. "Nadja, jetzt bleib doch stehen !" Sie drehte sich um und blieb zum Glück mit auf der Treppe stehen. "Bist du jetzt wirklich sauer ? Es tut mir leid, aber es sah wirklich witzig und heiß zugleich aus !" Sie lächelte kurz, aber drehte sich dann wieder um und ging in die Küche. 'Wieso lässt sie mich hier jetzt so stehen ?' Ich ging ebenfalls runter und setzte mich an den Tisch. Wir aßen Mamas Lasagne und wieder mal schmeckte sie 'Legen ... warte gleich kommt's ... där' ! Nadja bedankte sich und ging wieder nach oben. Ich saß noch unten und war immer noch etwas verwirrt. Ich half noch Mama und Erich und ging dann nach oben. Sie lag in meinem Zimmer auf dem Bett und hatte die Kopfhörer im Ohr. Ich setzte mich neben sie und nahm ihr einen Kopfhörer raus, woraufhin sie den anderen rausnahm. "Was ist ?" "Dani, wieso musstest du mich einfach auslachen ?!" Ich sah runter und spürte plötzlich eine Hand an meinem Nacken. Sie zog mich näher zu sich und flüsterte: "Du weißt aber schon, dass ich nicht sauer oder so bin, oder ?" Ich schaute sie an und sah ein süßes Lächeln auf ihren Lippen. "Und wieder hast du mich verarscht, nicht wahr ?" Sie nickte, kicherte und ließ meinen Nacken los. "Na warte, das gibt Rache, Süße." Sie kicherte weiter und steckte sich wieder den Kopfhörer ins Ohr, während ich das Zimmer verließ. Ich ging zu Enrico, der FIFA13 zockte. "Diggah, ich brauche deine Hilfe." Er sah mich fragend an. Ich schloss die Tür hinter mich, nahm mir einen Controler und erzählte ihm während des Spiels meinen Plan.

Sonntag, Dezember 9

162. Kapitel

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Immer noch Danieles Sicht:
Beide sind an meinen Armen eingeschlafen. Für Nadja war es auch ein anstrengender Tag. Ich hörte etwas in ihrer Handtasche vibrieren. Ich holte ihr Handy raus, es war Reyhan, die gerade versuchte sie zu erreichen. Ich hob ab mit einem fröhlichen 'Hallo'. "Oh, hallo Daniele. Wo ist Nadja ?" Ich schaute kurz an meinem Arm herunter und antwortete dann: "Sie schläft. Wir fahren gerade nach Nersingen. Was gibt's ?" Es war eine Weile still. "Hallo, Reyhan ? Bist du noch dran ?" Ich hörte ein leises Schluchzen am anderen Ende. "Was ist denn los ?""Ich weiß, wer höchstwahrscheinlich der Vater ist !" Ich riss meine Augen auf und weckte Nadja vorsichtig. "Mhm, Oh ... Ist das mein Handy ?" Ich nickte und sagte: "Reyhan isr dran. Sie weiß, wer der Vater ist." Sofort riss sie mir das Handy aus der Hand.

Nadjas Sicht:
Ich nahm ihm das Handy weg und legte es an mein Ohr. "Reyhan, stimmt das etwa ?" Ich hörte sie weinen. "Hey, Süße. Scht ... Hör auf zu weinen und erzähl mal." "Ich will es dir nicht am Telefon sagen. Wann kommt ihr denn wieder zurück ?" Ich schaute zu Daniele, der mit seinen Fingern eine '2' zeigte. "In zwi Tagen. Wollen wir uns dann am Samstag treffen ? Also du, Domi, Dani und ich ?" "Okey, hört sich gut an. Ich leg dann auf, Domi ist grad gekommen. Tschüss, Süße." "Bye, Reyhan !" Ich legte mein Handy wieder in meine Tasche und drehte mich dann zu Daniele, der mich unwissend anschaute. "Wir gehen am Samstag zu viert raus." "War das Danis Ex-Freundin ?" Wir schauten beide zu Renata und nickten. "Was ist denn los ? Ich hab nur was von Vater gehört. Ist sie etwa schwanger ?" "Ja, ist sie, Mama. Und sie weiß, wer .." Weiter redete er nicht, denn Luca bewegte sich an seinem Arm. Zum Glück schlief er weiter, denn Daniele erzählte mir, dass Luca Reyhan nicht mochte, weil er sie immer arrogant fand. Dann redete Dani weiter: "Also, sie weiß, wer wahrscheinlich der Vater ist. Am Anfang hatte sie mich in Verdacht, weil wir vor knapp 3 Monaten miteinander geschlafen haben. Der Arzt konnte aber schon etwas vom Baby erkennen, also kam ich doch nicht in Frage." Ich war echt gespannt, wer es dann war. Seine Mutter nickte nur und konzentrierte sich auf die Straße. Ich lehnte mich wieder an Danieles Schulter und muss wohl eingeschlafen sein. Irgendwann merkte ich noch, wie mich jemand hochhob, aber schlief trotzdem weiter. Paar Stunden später wachte ich aleine im Zimmer meines Freundes auf. Ich setzte mich auf, zog mir einen dünnen Cardigan an und ging die Treppen runter. Alle saßen draußen im Garten und tranken alkoholfreie Getränke. "Hallo !" "Oh, hast du gut geschlafen, Süße ?" Ich nickte und setzte mich auf Danis Schoß. Ich gab ihm einen kurzen Kuss und stand dann wieder auf. "Hallo, Nadja. Wie geht's dir ?" "Gut, danke Erich !" Enno stand auf und umarmte mich. Dann setzte ich mich wieder auf Danis Schoß und kuschelte mich an ihn. "Da Nadja jetzt da ist, können wir dir dein Geschenk geben. Ich hole es schnell !" Luca rannte ins Haus und Daniele schaute mich fragend an. Ich zuckte nur mit den Schultern und lächelte. Dann kam er wieder mit einer kleinen Schachtel rausgerannt und hiel sie seinem großen Bruder vor die Nase. "Kleiner, ich hab dich lieb, aber ich will dich nicht heiraten." Daraufhin lachten alle und Luca wurde rot. "Nein, da ist was anderes drinnen ! Mach es mal auf !" Daniele öffnete vorsichtig die Schachtel und strahlte wie ein kleines Kind. "Ne oder ? Diggah, wie geil ! Womit habe ich das verdient ?" Er nahm zuerst einen Schal raus, auf dem das Wappen seines Lieblingsfußballvereins 'Borussia Mönchengladbach' und die Unterschriften von seinen Lieblingsspielern drauf waren. Während er den Schal anzog, entdeckte er noch was anderes in der Schachtel. "Diggah, da sind ja noch zwei Karten für das nächste Spiel ! Krass,boah danke, Kleiner !" Er nahm zuerst Luca und dann alle anderen in den Arm. Zum Schluss hob er mich hoch und drehte sich mit mir. "Und für wen ist die zweite Karte ?" "Für Nadja. Ihr zwei geht alleine zum Spiel am nächsten Freitag. Ihr sollt vor eurem Flug noch etwas Spaß haben." Er schaute mich glücklich an und küsste mich. Wir saßen noch lange im Garten, bis Dani ziemlich müde war. Er sagte allen noch 'Gute Nacht' und zog mich dann mit sich nach oben. Er zog sich um und legte sich in Boxershorts schlafen. Auch ich zog mich um, schminkte mich noch ab und  legte mich dann zu ihm. "Gute Nacht, Süßer !" "Gute Nacht, Principessa !" Er küsste meinen Kopf und schon schliefen wir beide ein.

Samstag, Dezember 8

161. Kapitel

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Er kaufte sich noch eine Snapback vom Brroklyn und dann war die Zeit auch schon um. Wir kauften uns noch schnell zwei Caramel Hot Chocolates vom Starbucks und liefen zum ausgemachten Treffpunkt. "Und, hat's wenigstens etwas Spaß gemacht ?" Er schaute mich hoffnungsvoll an. Ich nickte und nahm ihn in den Arm. "Danke, Schatz. Es war schön und hat mich auch abgelenkt." Wir küssten uns noch und schon wurde hinter uns gehupt. Wir stiegen schnell ins Auto und fuhren zum Flughafen. "Am Flughafen wartet noch eine Überraschung auf euch." Wir sahen uns an, aber fragten nicht weiter nach. Ich kuschelte mich an Danieles Arm und schloss kurz meine Augen. 15 Minuten später waren wir dann da und gingen zu zweit in die Eingangshalle. Plötzlich ließ Daniele meine Hand und sein Gepäck los und rannte los. Ich schaute ihm nach und sah Luca und seine Mutter Renata vor uns stehen. Daniele umarmte zuerst Luca und dann seine Mama. Er gab ihr noch einen Kuss und kam dann wieder zu mir. Er nahm seine Taschen und meine und zog mich zu Luca und Renata. Ich umarmte beide und wuschelte kurz durch Lucas Haare. "Na, wie geht's dir, Kleiner ?" Er lächelte und sagte. "Sehr gut und dir ?" Ich nickte und sah zu Daniele, der mit seiner Mutter quatschte.

Danieles Sicht:
"Mama, wo ist Erich ?" "Zuhause mit Enrico. Du und Nadja, ihr kommt mit nach Neu-Ulm. Wir haben das schon mit ihrer Mutter besprochen. Sie sind einverstanden, aber sie soll in 2 Tagen nach Hause !" Ich nickte nur und sah dann zu Nadja, die mich grinsend anstarrte. "Was ist denn, SÜße ?" Sie zuckte nur mit den Schultern und zog meinen Bruder mit sich. Ich starrte ihnen hinterher, aber meine Mutter drehte mich zu sich um und fragte, wie es so was. Ich erzählte ihr vom Hotel, vom Spa, von den Interviews und zeigte ihr auch meine neue Cap. "Oh man, Daniele. Du hast doch bestimmt schon 200 von denen ! Wo willst du die noch hintun ?" Ich schaute meine Mama mit einem Schmollmund an und schon lachte sie. Ich drehte mich um und sah Dieter auf uns zu kommen. "Daniele, wir müssen gleich in den Flieger. Ich will dich noch an Amerika erinnern ! Vergiss nicht, dass ihr in 10 Tagen losfliegt !" Ich nickte, schlug mich Dieter ein und sah ihm hinterher, wie er zum Flieger rannte. Dann sah ich Nadja und Luca zurück kommen. Luca strahlte wie was weiß ich was und rannte mir entgegen. "Was denn los, Kleiner ?" Nadja kam ebenfalls angerannt und lächelte. "Was habt ihr beide ?" "Luca hat mir erzählt, dass er eine kleine Überraschung für dich Zuhause hat." Ich schaute Luca an, der immer noch grinste und mir eine meiner Taschen abnehmen wollte. "Die ist zu schwer für dich." Er tat auf beleidigt und ging zu Mama. Sie nahm mir die etwas kleinere Tasche ab und ging damit in Richtung Ausgang. "Das Auto ist auf dem Parkplatz. Na kommt schon." Ich nahm Nadjas Hand und zu dritt gingen wir dann zum Auto. Wir luden alles in den Kofferraum und stiegen dann ein. Im Auto war eine echt große Hitze. Ich hatte ja ein T-Shirt und ein Hemd an. Ich zog das Hemd aus und Nadja starrte mich an. "Heiß, nicht wahr ?" Sie nickte und wurde rot. Ich saß in der Mitte und Luca und Nadja kuschelten sich an mich.

Donnerstag, Dezember 6

160. Kapitel

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Danieles Sicht:
Ich merkte schon, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmte. Sie war auch schon während des Interviews total still und dann während der Fahrt .. Sie war einfach nicht normal. Ich tippte ihr paar Male auf die Schulter, aber sie rührte sich nicht. "Nadja ?" "Hm ? Oh, sorry. Hast du was gesagt ?" "Was ist denn los, Schatz ? Du bist schon die ganze Zeit so still." Sie schaute auf den Boden, also legte ich meine Finger an ihr Kinn und drückte es vorsichtig hoch, damit sie mir in die Augen schauen musste. "Also .. Was los ?" Ich seufzte kurz und fing dann an. "Als Lisa ihren Namen sagte, musste ich sofort an deine Ex denken und das Problem, das wir mit ihr hatten. Ich hab auch während des Interviews immer wieder versucht es zu verdrängen, aber irgendwann ging es nicht mehr. Deshalb bin ich dann auch schnell auf die Toilette gegangen. Ich weiß ja auch, dass sie nicht so ist, wie es deine Lisa war, aber trotzdem .." Plötzlich kamen die Tränen, die ich ihr mit dem Finger zärtlich wegstrich. "Scht, es ist alles gut. Komm her, Süße." Sie legte ihren Kopf auf meine Brust und ich sah, dass Dieter und Volker uns besorgt anschauten. "Was war denn das Problem mit deiner Ex ?" Ich schüttelte den Kopf und machte Andeutungen, dass sie nicht mehr weiterreden sollten. Sie nickten und nahmen sich Dieters Laptop, um was nachzuschauen. Ich streichelte solange Nadjas Kopf, bis sie sich beruigt hatte und ihren Kopf wieder hob. "Es tut mir leid. Ich hab ganz ehrlich auch keine Lust mehr auf shoppen." "Kann ich verstehen. Wir gehen trotzdem und dann kommt die Lust bestimmt wieder, wenn wir erstmal dort sind." Sie nickte nur, aber sah nicht glücklich aus.Ich sprach sie auch nicht mehr darauf an. 10 Minuten später kamen wir endlich an.

Nadjas Sicht:
Ich hatte immer noch nicht große Lust auf's Shoppen, aber naja ... Wir kamen an und Daniele stieg mit mir zusammen aus. Dieter und Volker sagten noch, dass sie uns in 3 Stunden hier abholen kommen würden. Wir stolzierten Hand in Hand durch die Innenstadt und betrachteten ein paar Sehenswürdigkeiten. Gelegentlich kamen auch ein paar Fans angerannt und baten um ein Autogramm. Natürlich tat er ihnen den Gefallen und auch mich lächelten sie an. Normalerweise hätten sie mich bestimmt angemault oder beleidigt. Wir liefen weiter und kamen an vielen Läden vorbei, in deren Schaufenster tolle Klamotten und Kleider hingen. Wir traten in eins ein und der Laden sah echt teuer aus. Ich stürmte direkt auf eine rot-weiße Bluse mit Knöpfen. Wir starrte sie mit großen Augen an und auch Daniele fand sie schön. Ich schnappte mir meine Größe und probierte sie sofort an. Sie passte wie angegossen, aber der Preis passte nicht mit dem Geld in meinem Geldbeutel zusammen. Ich hängte es wieder auf und zog Daniele aus dem Laden. Er rannte aber zurück und sagte, dass er dort noch eine Hose gesehen haben soll. Er rannte rein und ich wartete draußen auf ihn. 5 Minuten später kam er wieder mit einer Tüte raus. Er gab sie mir, dass ich sie kurz halten sollte, weil er seine Tasche 'richten' wollte. Ich spickte hinein und sah die wundervolle Bluse ! Ich hatte plötzlich ein breites Grinsen im Gesicht und schmiss mich auf Dani. "Ai, danke, Schatz ! Aber das hätte nicht sein müssen.." "Doch, du wolltest sie und sie ist so schön wie du. Nein warte .. Nicht ganz so schön wie du !" Wir küssten uns und gingen Hand in Hand weiter durch die Stadt.